Jeder, der schon einmal eine ZIP-Datei mit Shapefiles per E-Mail verschickt hat, kennt das Problem, für dessen Lösung Webmaps entwickelt wurde. Bei Mergin Maps haben wir im vergangenen Jahr intensiv an der Entwicklung von Webmaps und Web-GIS-Funktionen gearbeitet, um ein praktisches Tool für den teamübergreifenden Austausch von Karten zu schaffen.
Das Teilen von Karten aus „ QGIS “ war bisher ein manueller Prozess, der anfällig für menschliche Fehler war – beispielsweise das Vergessen einer wichtigen Datei in einem ZIP-Paket. Zudem erfordert es eine komplexe Einrichtung, wie die Installation von „ QGIS “ selbst, den Export einer PDF-Version der Karte oder die manuelle Bereitstellung auf einem Server. Oftmals reicht es jedoch aus, eine detaillierte Ansicht Ihres Projekts zu teilen, damit andere den Kontext nachvollziehen können – mit zuverlässigen automatischen Aktualisierungen, aber ohne den üblichen Aufwand. Die Webmaps-Funktion in Mergin Maps schließt diese Lücke, indem sie eine nahtlose, automatisierte Freigabe von Karten ermöglicht.
Was Sie heute mit Webmaps machen können
Alles begann mit der Funktion „Karten über URL teilen“, die einen eindeutigen Link zu Ihrer Karte erstellte, über den Empfänger diese nur ansehen konnten. Im Laufe des letzten Jahres haben sich Webkarten jedoch zu mehr als nur einem einfachen Freigabelink entwickelt.

Der Ebenenbaum aus Ihrem „ QGIS “-Projekt wird nun auch in die Webkarte übernommen und zeigt dieselben Ebenen, Gruppen und Symbolklassen an, die Sie eingerichtet haben. In „ QGIS “ definierte Kartenthemen werden ebenfalls unterstützt, sodass Sie den Betrachtern verschiedene kuratierte Kombinationen aus Ebenen und Hintergrundkarten anbieten können, ohne zusätzlichen Pflegeaufwand zu haben. Webkarten bleiben zudem von selbst auf dem neuesten Stand. Wenn eine neue Projektversion veröffentlicht wird, aktualisiert sich die Karte automatisch, ohne dass eine Aktualisierung erforderlich ist.

Mit JavaScript-Anpassungen können Sie Ihre räumlichen Arbeitsabläufe mühelos anpassen und skalieren. Legen Sie Ihr benutzerdefiniertes JavaScript einfach direkt im Projektordner ab, um maßgeschneiderte Funktionen hinzuzufügen, oder programmieren Sie Ihre eigene Web-GIS-App in wenigen Minuten mithilfe von Eingabeaufforderungen in natürlicher Sprache. Sie können beispielsweise einen eigenen Adressfinder oder Messwerkzeuge hinzufügen. Oder Sie erstellen ein Objektlisten-Panel für eine bestimmte Ebene, sodass Ihr Team jeden Datensatz durchsuchen und direkt auf der Karte dazu springen kann, ohne erst mühsam danach suchen zu müssen.

Auch die Kartenoberfläche selbst wurde überarbeitet. Wir haben eine Vollbildansicht mit mehr Platz zum Erkunden eingeführt, die über die üblichen Navigationselemente und eine Funktion zum Wechseln der Hintergrundkarte verfügt. Diese Funktion steht bereits allen Nutzern mit Early-Access-Zugang zur Verfügung.

Schließlich sind die Hintergründe nicht mehr auf die offiziellen Basiskarten beschränkt. Über das Ebenenfenster können Sie eine eigene Hintergrundkarte hinzufügen (sowohl Vektor- als auch Rasterkacheln werden unterstützt) oder aus drei integrierten Basiskarten wählen: „Standard“, „Hell“ und „Dunkel“.

Und vergiss nicht, dass Karten jetzt über einen iframe direkt in externe Websites und Apps eingebettet werden können. Du kannst lediglich die URL der Karte aus den Freigabeoptionen in den iframe-Quellcode einfügen (weitere Einbettungsoptionen folgen noch im Laufe dieses Jahres).
Probier es doch mal selbst aus
Early-Access-Funktionen wie „Karte über URL teilen“ und der OGC-API-Zugriff können ab heute aktiviert werden. Rufen Sie die Einstellungsseite Ihres Arbeitsbereichs auf, um sie zu aktivieren. Wenn Sie kein Administrator oder Eigentümer des Arbeitsbereichs sind, bitten Sie die zuständige Person, die Funktion für Sie zu aktivieren.