GAIA und die Wasserwirtschaft in der Toskana
Für eine Region wie die Toskana in Italien, die sich durch eine hohe Bevölkerungsdichte und ein 3.000 Jahre altes archäologisches Erbe unter der Erde auszeichnet, kann die Verwaltung der Wasserversorgung komplexer und aufwändiger sein als in einer typischen europäischen Region. GAIA S.p.A. hat sich dieser Herausforderung gestellt und verwaltet erfolgreich ein fast 8.000 Kilometer langes kombiniertes Wasser- und Abwassernetz, das 250.000 Nutzer versorgt. Mergin Maps dabei das wichtigste Werkzeug für die Datenerfassung, die Navigation und die Koordination zwischen Büro und Außendienst.
Francesco Barsotti, GIS-Koordinator bei GAIA, berichtet – unterstützt vom Leiter des IT-Teams, Massimiliano Bertolucci – über die Erfahrungen mit der Einführung von Mergin Maps die Netzwerkverwaltung und die Kartierungsaktivitäten der Organisation.

Umstellung der Wasserwirtschaft auf Mergin Maps
Bevor sich das Team von GAIA für Mergin Maps entschied, hatte es andere Lösungen getestet, sowohl Open-Source- als auch proprietäre. Wiederkehrende Lizenzprobleme und Einschränkungen beim Support veranlassten es jedoch, den Markt nach einer zuverlässigeren Lösung zu durchsuchen, was schließlich dazu führte, dass es Mergin Maps der FOSS4G-Konferenz im August 2022 in Florenz auf Lutra Consulting Mergin Maps stieß.
Francesco führte den reibungslosen Übergang auf die Reaktionsfähigkeit Mergin Maps zurück: Es gab zwar Herausforderungen, doch wann immer während der Einrichtung Fragen oder Hindernisse auftraten, lieferte das Team schnell Lösungen und half GAIA dabei, von einer Testdemo zu einer vollständigen Implementierung überzugehen. Im Vergleich Mergin Maps anderen Open-Source-Lösungen erklärte Francesco, dass der Datenaustausch zwischen Außendienst und Büro Mergin Maps schneller und zuverlässiger sei und weniger Synchronisationskonflikte auftreten würden; zudem empfand er die Benutzeroberfläche als deutlich benutzerfreundlicher für weniger erfahrene Außendienstmitarbeiter. Dies erwies sich angesichts der Bandbreite an Mitarbeitern, Technikern und Maschinenbedienern, die eingearbeitet werden mussten, als besonders wichtig.
Echtzeit-Koordination zwischen Büro und Außendienst rund um die Uhr in der Praxis
GAIA betreibt Mergin Maps einem eigenen Server und unterstützt derzeit rund 150 aktive Nutzer, wobei mit einem Anstieg auf 250 gerechnet wird, wenn die Nutzung weiter zunimmt. Die Plattform erfüllt zwei Hauptzwecke im gesamten Wasser- und Abwassernetz. Die meisten Nutzer, wie Techniker, Arbeiter und Maschinenführer, verwenden sie in erster Linie als Feldanzeige, als „GPS vor Ort“, um das Rohrleitungsnetz zu überprüfen, ihre Position zu bestätigen und zu den Einsatzorten zu navigieren. Eine kleinere Gruppe, darunter spezielle Kartierungsteams im Büro, nutzt sie zur aktiven Datenerfassung, meldet täglich etwa zehn neue Rohrleitungsdatensätze und hilft dabei, Lücken in der Netzabdeckung zu schließen, die zuvor nicht dokumentiert waren.
Über die Kernfunktionen der Kartierung hinaus nutzt GAIA Funktionen wie Datenbanksynchronisierung, Offline-Karten, integrierte Navigation und Dokumentanhänge, mit denen Außendienstmitarbeiter PDF-Dateien mit detaillierten Anlageninformationen – wie beispielsweise Tankspezifikationen – direkt vor Ort abrufen können. Einer der Aspekte, den sie am meisten schätzen, ist der automatische Informationsaustausch rund um die Uhr: Teams vor Ort und im Büro können kontinuierlich Daten austauschen, auch außerhalb der Geschäftszeiten, wenn dringende Probleme auftreten. Sie haben außerdem bestätigt, dass die Plattform auch ohne Internetverbindung zuverlässig funktioniert, was unerlässlich ist, da sich Teile ihres Netzwerks über abgelegene Gebiete mit eingeschränkter oder gar keiner Netzabdeckung erstrecken.

8.000 Kilometer Rohrleitungen für über 250.000 Nutzer
Francesco hob die bedeutende Kartierungsarbeit hervor, die sie in den letzten fünf Jahren geleistet haben – einem Zeitraum, in dem Mergin Maps ihnen zur Seite Mergin Maps . Er wies auf einen Anstieg des kartierten Wasserversorgungsnetzes um fast 10 % hin: Von 5.200 Kilometern im Jahr 2021 (vor der Einführung von Mergin Maps) beläuft sich die Länge nun auf 5.700 Kilometer (zuzüglich weiterer 2.200 Kilometer Abwassernetz). Er veranschaulichte diese beeindruckenden Zahlen zudem anhand eines QGIS .

Ein wachsendes Netzwerk, eine sich weiterentwickelnde Infrastruktur
GAIA freut sich auf eine neue Mergin Maps , die das Teilen von Karten und einfache Bearbeitungen direkt über das Dashboard erleichtern wird (die Funktion ist bereits im Early-Access-Zugang verfügbar). Damit können sie über die reine Datenerfassung hinausgehen und den Schwerpunkt stärker auf die gemeinschaftliche Nutzung von Karten legen, da sie den Informationsaustausch (rund um die Uhr verfügbare Karten vor Ort) als den derzeit größten Vorteil ansehen.
Für GAIA Mergin Maps als Tool zur Datenerfassung vor Ort und hat sich mittlerweile zum Rückgrat entwickelt, auf das sich die Teams täglich stützen, um sich über ein mehrere tausend Kilometer langes Netzwerk hinweg zu orientieren, zu kommunizieren und zu koordinieren. Angesichts der bevorstehenden Erweiterung der Funktionen zur Kartenfreigabe und einer wachsenden Nutzerbasis ist die Plattform bereit, ihre Rolle im Betrieb von GAIA weiter auszubauen. Wie Francesco es ausdrückt, liegt der größte Mehrwert im ständigen Informationsaustausch zwischen Büro und Außendienst – ein Bedarf, der mit dem Wachstum des Netzwerks zunimmt.

